Nathan der Weise
- mehdimauteur
- 7 avr. 2024
- 2 min de lecture
Von Gotthold Ephraim Lessing, 1779

Und wenn sich dann der Steine Kräfte
Bei euern Kindes-Kindeskindern äußern:
So lad ich über tausend tausend Jahre
Sie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird
Ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen
Als ich; und sprechen. Geht!--So sagte der
Bescheidne Richter
Dieses Theaterstück findet in Jerusalem statt, wo Judentum, Christentum und Islam versuchen, miteinander zu leben. Der Jude Nathan stellt sich viele Frage um einen mysteriösen Tempelherrn, der seine Tochter gerettet hat. Das Geheimnis hinter seinem Ursprung kommt unmittelbar zu Saladins Palast, Beherrscher Jerusalems.
Mir hat das Werk wirklich gefällt! Bezüglich der Sprache war es nicht zu schwer, zu verstehen; der Film hat mir damit wohl geholfen. Ich liebe das Hauptthema des Buches, und hatte mich schon längst dafür interessiert. Also ein tiefes und bewegendes Stück, das jeder lesen (bzw. ansehen) sollte.
1. Am Anfang muss ich ehrlich sagen, dass es schwierig war, es gut zu verstehen. Das war zu schnell und fein für meine grundlegende deutsche Sprachkenntnisse. Zum Beispiel habe ich damals nicht verstanden, aus welchem Grunde Nathan zu Saladin gegangen ist. Trotzdem war alles klarer, als ich die 1967 Verfilmung angesehen habe, über den ich einen ganzen Beitrag geschrieben könnte!
2. Die Handlung war bis zum Ende besonders fesselnd. Ich war von allen Charakteren begeistert, aber mag ich am meisten den Tempelherrn, und wie seine Hasse für Juden und seine Pflicht als Ritter (und seine Gefühle für Recha!) miteinander kämpfen. Ansonsten hat mir das Ende sehr überrascht und ich hätte ich es nie erraten!
3. Zum Thema Toleranz habe ich schon Montesquieu gelesen, mit den „Persischen Briefen“ (1721), aber auch Voltaire, mit beispielweise „Zadig“ (1747) oder „Candide“ (1759). Wie Montesquieu durch die Perser Usbek und Rica, spricht Lessing am meisten über die Probleme in der Gesellschaft des Westens. Zum Beispiel gehen die Charakter in den beiden Werken gegen ihre selbe Vorurteile an, um die Kultur und Religion der Anderen anzunehmen, ohne ihre Glaube aufzugeben: das „Toleranz“.
Dieses Stück war also sehr gut, deshalb werde ich andere Werke von Lessing lesen.
Medicis



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